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Räudemilben

Eine ebenfalls relativ häufige Krankheit ist die Schnabelräude, welche durch die Räudemilbe ausgelöst wird. Bei rechtzeitiger Erkennung ist der Befall jedoch gut in den Griff zu bekommen.

Der Parasit

Die Räudemilbe ist mit 0,4 mm winzig und nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Sie ernährt von hornreichem Material, beim Vogel also vor allem Schnabel und Nase, aber auch Augenlider, Beine und Kloake. Dabei bohrt die Milbe winzige Gänge in das Horn, wo sie lebt und sich vermehrt.

Übertragen wird die Milbe meist von den Eltertieren auf die Jungvögel. Die Inkubationszeit kann jedoch einige Jahre betragen, sodaß der Befall beim Erwerben eines Jungvogels nicht ohne weiteres festgestellt werden kann.

Symptome

Als erstes fallen weißliche Stellen am Schnabelhorn nahe der Nase auf. Der Vogel ist durch den entstehenden Juckreiz unruhig. Bei Nichtbehandlung wird der gesamte Schnabel befallen. Das Horn reagiert auf die Zerstörung mit übermäßigem Wachstum, was zu erheblichen Schnabeldeformationen führen kann. Je stärker der Befall ist, desto besser kann man winzige Löcher im Horn erkennen. Der Schnabel wird porös.
Wirklich fortgeschritten ist der Befall, wenn bereits die Augenlider befallen sind - so weit sollte man es nicht kommen lassen. Im extremen Fall sind auch Beine und Kloake befallen.

Behandlung

Im frühen Stadium ist die Behandlung relativ einfach, wenn auch vielleicht die Schönheit des Wellensittichs vorübergehend etwas leidet. Ist nur der Schnabel befallen, eignet sich Paraffinöl (besonders dünnflüssig), um die Milben ersticken zu lassen. Das Öl ist für den Vogel ungiftig und wird mit einem Pinselchen oder einem Wattestäbchen auf das Schnabelhorn aufgetragen. Da man dies anfangs täglich, später alle zwei Tage wiederholen sollte, ist bald das Gefieder unterhalb des Schnabels mit Öl verklebt, was aber weiter nicht schlimm ist.

Bei stärkerem Befall ist eine Behandlung mit Öl schwierig - so empfielt es sich nicht, die Augenlider einzuölen. Hier sollte der Tierarzt konsultiert werden. Man kann beispielsweise ein Insektizid auf den Rücken des Vogels aufbringen, das von dort aus in die Blutbahn eindringt und die Parasiten vergiftet. Dies ist besonders beim Befall eines ganzen Bestandes vorteilhaft.

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